
Österreichisch-ungarische Festung auf 800 m über der Budvaner Riviera
Die Festung Kosmač ist eine österreichisch-ungarische Befestigungsanlage, die zwischen 1841 und 1850 auf einem felsigen Hügel oberhalb des Dorfes Brajići auf rund 800 Metern Meereshöhe errichtet wurde. Die Österreicher bauten sie an der Grenzlinie zu Montenegro als Kontrollpunkt und Verteidigungskomplex mit einer dreigeschossigen Kaserne für 6 Offiziere und 248 Soldaten. Die Festung zählt zu den drei bedeutendsten österreichisch-ungarischen Befestigungsanlagen auf dem Territorium Montenegros und steht seit 1964 unter Denkmalschutz als unbewegliches Kulturgut. Von ihren Bastionen bietet sich ein Blick auf die gesamte Budvaner Riviera — von Sveti Stefan bis Budva — was sie gleichermaßen wertvoll als historische Stätte und als Aussichtspunkt macht.
Lage
Brajići, Budva
Meereshöhe
~800 m
Erbaut
1841–1850
Denkmalschutz
Kulturdenkmal seit 1964
Fläche
1.064 m²
Empfohlene Besuchsdauer
1–2 Stunden
Highlights

Das Herzstück der Festung Kosmač ist eine dreigeschossige Defensivkaserne, die zwischen 1841 und 1850 erbaut und bis 1909 erweitert wurde, als sie ihr heutiges Aussehen erhielt. Der Komplex besteht aus zwei symmetrischen Flügeln mit zwei Ecktürmen von 10 Metern Durchmesser und einem zentralen Turm von 14 Metern Durchmesser, mit einer Gesamtfläche von 1.064 m². An den Mauern sind deutlich rechteckige Öffnungen zu erkennen — Schießscharten, die nach Cetinje ausgerichtet sind, verraten klar, auf welcher Seite der Feind stand. Die Bauweise aus fein bearbeitetem lokalem Kalkstein zeugt von den handwerklichen Fähigkeiten der österreichisch-ungarischen Meister des 19. Jahrhunderts.

Von den Bastionen der Festung Kosmač auf 800 Metern Höhe öffnet sich einer der beeindruckendsten Panoramablicke an der montenegrinischen Küste. Auf einen Blick sieht man die gesamte Budvaner Riviera — von Sveti Stefan und Pržno im Süden bis nach Budva und Bečići im Nordwesten — zusammen mit der Adria und der Küste. Auch die Adriaküstenstraße, die umliegenden Ortschaften und das Gebirgsmassiv der Paštrovačka gora sind sichtbar. Die Festung liegt an der Grenze zwischen dem Küsten- und dem Binnenlandstreifen Montenegros, was diesen Aussichtspunkt besonders wertvoll macht — Meer und Hinterland sind gleichzeitig zu sehen.

Die Festung Kosmač ist eines der wichtigsten materiellen Zeugnisse der Zeit, als Montenegro zwischen dem Österreichisch-Ungarischen und dem Osmanischen Reich eingeklemmt war. Sie wurde an der Grenzlinie zwischen Österreich und Montenegro errichtet — und zwar so, dass die Schießscharten nach Cetinje zeigten. Bereits 1838, bevor die Grenze überhaupt festgelegt war, begannen die Österreicher mit dem Bau, was Empörung auslöste: Đorđije Petrović, Njegošs Cousin, führte 500 Katunjaner an, die Kosmač einnahmen und die Österreicher zum Rückzug zwangen. Erst nach der Grenzziehung 1841 wurde der Bau fortgesetzt. Die Festung wurde 1875 persönlich von Kaiser Franz Joseph besucht, und in beiden Weltkriegen nutzten sie Besatzungsmächte. Sie steht seit dem 22. August 1964 als unbewegliches Kulturgut unter Denkmalschutz.

Die Festung Kosmač dient als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Goli vrh — dem zweithöchsten Gipfel der Paštrovačka gora auf 1.087 Metern über dem Meeresspiegel. Vom Fuß der Festung führt ein Schotterweg zum Plateau Mrtvica (Höhenunterschied ca. 322 Meter), wo sich ein Jagdhaus mit Informationstafeln und einer Trinkwasserquelle befindet. Der Pfad ist gut sichtbar und teilweise mit Steinen aus der österreichisch-ungarischen Zeit gepflastert. Der gesamte Abschnitt von der Festung bis zum Goli vrh eignet sich für erfahrenere Wanderer, die ihren Aufenthalt in diesem Gebiet verlängern möchten.
Unternehmungen

Besichtigung der dreigeschossigen österreichisch-ungarischen Kaserne mit Türmen und Schießscharten aus dem 19. Jahrhundert.
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Von den Bastionen fotografiert man die gesamte Budvaner Riviera von Sveti Stefan bis Budva.
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Von der Festung führt ein Schotterweg weiter zum Plateau Mrtvica und zum Goli vrh (1.087 m).
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Die Adriaküstenstraße Budva–Cetinje und die Nebenstraßen rund um Brajići eignen sich für Radfahrer.
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Besuch planen
Freier Zugang das ganze Jahr über — die Festung ist eine Ruine ohne organisierten Einlass und Öffnungszeiten
Kostenlos — freier Eintritt (die Festung ist touristisch nicht erschlossen, Betreten auf eigene Gefahr)
Parken auf einer Erweiterung des Schotterwegs am Fuß des Hügels (1–2 Fahrzeuge) oder an der Hauptstraße in Brajići (15 Minuten Fußweg zur Festung)
Nicht für Personen mit Behinderungen geeignet — Zugang ausschließlich zu Fuß über einen Serpentinenpfad, das Innere ist eine Ruine
FAQ