
Schießen auf den Kokot (Perasts Votivtag)
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Jeden 15. Mai feiert Perast seinen Votivtag — Gađanje kokota, das Schießen auf den Kokot — zum Gedenken an den Sieg der Stadt über osmanische Truppen an diesem Datum im Jahr 1654. Es ist eine der ältesten lebendigen Gedenkfeiern in der Bucht von Kotor, und die gesamte Barockstadt nimmt daran teil.
Perast trägt seine Geschichte offen zur Schau: eine einzige Uferstraße mit Palästen von Seefahrerkapitänen und Kirchtürmen, die den beiden vorgelagerten Inselchen zugewandt sind und in den Jahrhunderten erbaut wurden, als diese winzige Stadt weit über ihre Verhältnisse hinaus auf der Adria wirkte. Der jeden Mai gefeierte Sieg gehört zu ebendieser Geschichte — eine kleine Gemeinschaft, die ihre Bucht verteidigt — und der Jahrestag wird seitdem lebendig gehalten.
Der Tag beginnt mit einem Umzug der Boka-Marine, begleitet von der Stadtmusik Kotor, die in historischen Uniformen entlang der Uferpromenade marschiert. Vor der Kirche St. Nikolaus tanzt die Marine ihren traditionellen Kolo, gefolgt von einer feierlichen Messe und einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die Verteidiger der Stadt.
Das Ritual, das dem Tag seinen Namen gab — das Schießen auf den Kokot (Hahn) von einem Boot vor der Uferpromenade — ist seit 2019 vollständig ausgesetzt, und heute konzentriert sich die Feier auf den Umzug, den Kolo, die Messe und die Kranzniederlegung. Der Name bleibt als Erinnerung an den jahrhundertealten Brauch bestehen, nicht als Praxis, die man heute noch aufgeführt sehen würde.
Für Besucher liegt der Reiz in der Intimität. Es gibt keine Absperrungen und keine Tribünen: Man steht auf demselben steinernen Ufer wie die Einwohner, nah genug, um die Kommandos und das Blech zu hören, mit der stillen Morgenbucht als Kulisse. Es ist Boka-Tradition, die für die Gemeinschaft selbst aufgeführt wird, nicht für ein Publikum inszeniert.
Die Feier ist kostenlos und kompakt — alles findet entlang Perasts einziger Uferstraße und dem Kirchplatz statt, zu Fuß in wenigen Minuten zu erkunden. Mitte Mai ist eine wunderschöne, wenig überfüllte Zeit in der Bucht, mit mildem Wetter und klarem Licht, und der Votivtag ist ein unvergesslicher Grund, einen Besuch in Perast vor Beginn der Sommersaison zu planen.
Gedenken an 1654
Perasts Votivtag erinnert an den Sieg der Stadt über die Osmanen am 15. Mai 1654.
Umzug der Boka-Marine
Historische Uniformen und die Stadtmusik Kotor ziehen entlang der barocken Uferpromenade.
Kolo vor St. Nikolaus
Der Kreistanz der Marine wird auf dem Kirchplatz im Herzen der Stadt aufgeführt.
Ein Ritual im Ruhestand
Das Kokot-Schießen, das dem Tag seinen Namen gab, ist seit 2019 ausgesetzt; der Umzug und die Zeremonien tragen die Tradition weiter.
Intime Uferkulisse
Alles spielt sich entlang Perasts einziger Uferstraße und dem Kirchplatz ab — keine Absperrungen, keine Tribünen.
Timing in der Nebensaison
Mitte Mai bringt mildes Wetter und eine wenig überfüllte Bucht — ein idealer Moment, um Perast beim Leben seiner eigenen Geschichte zu erleben.
Morgens
Umzug der Boka-Marine und der Stadtmusik Kotor entlang der Uferpromenade von Perast
Vor der Kirche St. Nikolaus
Der Kolo der Boka-Marine, gefolgt von Messe und Kranzniederlegung
Hinweis
Das historische Kokot-Schießritual ist seit 2019 ausgesetzt — der Tag ist dem Umzug, dem Kolo, der Messe und der Kranzniederlegung gewidmet
Perast waterfront