Travel to Montenegro
Kotor – Lovćen – Cetinje: Fahrt über die Serpentinen zum Njegoš-Mausoleum
Kostenloser Audioguide

Kotor – Lovćen – CetinjeFahrt über die Serpentinen zum Njegoš-Mausoleum

Kostenlose Audiotour für die Fahrt auf der alten Straße, ohne App

  • Kostenlos · ohne App
  • 1 SpracheME
  • Leichter Spaziergang
mit dem Auto
240 Min.
Strecke
⁨58,7 km⁩
Stationen
12
Überblick

Ein Audioguide für die Fahrt auf der alten Straße von Kotor nach Cetinje: die fünfundzwanzig Kehren der Serpentinen über der Bucht von Kotor, der Pass Krstac, Njeguši mit seinem Schinken und dem Geburtshaus von Njegoš, die Straße durch den Nationalpark Lovćen zum Njegoš-Mausoleum auf dem Jezerski vrh und die Abfahrt über Ivanova Korita nach Cetinje. Zwölf Stationen, etwa sechzig Kilometer, mit Pausen ein halber Tag.

Audio in dieser Sprache folgt in Kürze

Der vollständige Text jeder Station steht auf dieser Seite und im Player. Anhören können Sie die Tour auch auf:

So funktioniert’s

  1. Herunterladen, dann starten

    Speichern Sie die Tour vor der Abfahrt per WLAN – auf Bergstraßen fällt das Netz aus. Wählen Sie „Fahren“ und verbinden Sie das Handy mit dem Auto oder nutzen Sie Kopfhörer.

  2. Fahren Sie in Ihrem Tempo

    Jede Station startet von selbst, wenn Sie sich ihr nähern. Läuft noch eine, wartet die nächste, bis sie endet – nichts wird abgeschnitten.

  3. Hände am Lenkrad

    Große Tasten, der Bildschirm bleibt an, und die Tasten am Lenkrad oder Kopfhörer spielen, pausieren und springen weiter.

Route

Die Fahrt auf der Karte

Die Tour beginnt hier: Kotor, Parkplatz an der Altstadt. Tippen Sie auf eine Nummer, um die Station abzuspielen.

Station für Station

12 Stationen unterwegs

Hören Sie zu oder lesen Sie unten die komplette Erzählung jeder Station.

Bevor es losgeht

Willkommen

Willkommen. Dies ist der Audioguide von Travel to Montenegro für die Fahrt auf der alten Straße von Kotor nach Cetinje. Wir fahren die Serpentinen über der Bucht hinauf zum Pass Krstac, machen Halt in Njeguši, fahren zum Njegoš-Mausoleum auf dem Lovćen und dann hinunter nach Cetinje. Das sind etwa sechzig Kilometer und zwölf Stationen. Mit Pausen sollten Sie einen halben Tag einplanen. Für diese Tour brauchen Sie ein Auto. Ohne Auto nehmen Sie ein Taxi oder einen organisierten Ausflug. Die Erzählungen starten von selbst, wenn Sie sich einer Station nähern. Wer fährt, schaut auf die Straße, nicht auf den Bildschirm. Die Straße ist schmal, die Kehren sind eng, und im Sommer fahren hier auch Busse. Halten Sie nie in einer Kurve, sondern nur an den Ausweichstellen und Parkplätzen, die wir nennen. In der Sommersaison sind die Serpentinen zu bestimmten Zeiten für eine Fahrtrichtung gesperrt. Prüfen Sie deshalb die Zeiten vor der Abfahrt. Im Winter gibt es auf dem Lovćen Nebel, Schnee und Eis. Die Tickets für den Nationalpark und das Mausoleum bekommen Sie vor Ort. Gute Fahrt.

  1. Eine Kehre der alten Straße über der Bucht von Kotor, mit Steinmauer1
    Station 1nur Text

    Trojica: hier beginnen die Serpentinen

    Hier, bei Trojica, beginnt die alte Straße zum Lovćen und nach Cetinje. Bis zum Pass Krstac liegen fünfundzwanzig enge Kehren vor Ihnen, die man hier Kanice nennt, und fast tausend Höhenmeter. Die Straße ist mehr als hundertvierzig Jahre alt. Als Montenegro auf dem Berliner Kongress achtzehnhundertachtundsiebzig als unabhängiger Staat anerkannt wurde, holte Fürst Nikola den Ingenieur Josip Slade aus Trogir ins Land. Slade baute den montenegrinischen Teil der Straße, von Cetinje über Njeguši bis zur Grenze oberhalb von Kotor, und stellte ihn achtzehnhunderteinundachtzig fertig. Kotor und die ganze Bucht gehörten damals zu Österreich-Ungarn. Österreich baute seinen eigenen Teil, von Kotor bis zur Grenze am Krstac. Das sind genau diese Serpentinen, fertig im Jahr achtzehnhundertvierundachtzig. Die Straße wurde für Pferde und Kutschen gebaut, mit sanfter, gleichmäßiger Steigung. Deshalb liegen die Kehren so dicht übereinander, und die Fahrbahn ist stellenweise kaum breiter als ein Auto. Fahren Sie rechts und langsam, besonders in den Kehren, und seien Sie bereit, für Gegenverkehr anzuhalten. Halten Sie nie in einer Kurve, auch nicht für ein Foto. Weiter oben gibt es eine Ausweichstelle mit Aussicht, dort halten wir. Wer neben dem Fahrer sitzt, schaut für ihn. Mit jeder Kehre liegt die Bucht tiefer unter Ihnen.

    Weiter zur nächsten Station (⁨1,1 km⁩): Folgen Sie der Straße bergauf durch die Serpentinen. Die nächste Erzählung beginnt von selbst, in etwa sechs Kilometern.

  2. Die Kehren der alten Straße am Hang des Lovćen über Kotor2
    Station 2nur Text

    Kanice: die Kehren über Kotor

    Sie sind jetzt mitten in den Serpentinen. In Kotor erzählt man, dass die Kehren von oben gesehen den Buchstaben M bilden und dass der Baumeister sie so Fürstin Milena gewidmet habe, der Frau von Fürst Nikola. Das ist eine Legende, nichts, was in den Bauplänen steht. Vor dieser Straße verband nur ein steiler Steinpfad Kotor mit den montenegrinischen Bergen. Er führt noch heute über die Felswand oberhalb der Altstadt, an der Festung des heiligen Johannes vorbei, bis zum Krstac. Auf diesem Pfad stiegen die Leute aus Njeguši und den Nachbardörfern zum Markt nach Kotor hinab, mit Käse, getrocknetem Fleisch und Brennholz. Käse aus Njeguši wurde früher in Kotor verkauft, aber auch in Triest und Venedig. Der Pfad ist bis heute markiert. Er ist fast fünf Kilometer lang, hat mehr als tausend Höhenmeter, und Wanderer rechnen mit mehreren Stunden. Eine Beschreibung finden Sie auf unserer Website. Neunzehnhundertsechzehn, im Ersten Weltkrieg, begann die österreichisch-ungarische Armee mit dem Bau einer Materialseilbahn von Kotor über den Krstac nach Cetinje. Sie wurde von einer Dampfmaschine angetrieben und lief bis Ende neunzehnhundertachtzehn. Heute führt wieder eine Seilbahn über diese Hänge, diesmal für Fahrgäste. Davon erzählen wir auf dem Weg zum Lovćen. Bleiben Sie auf Ihrer Spur. Bis zum Aussichtspunkt sind es noch einige Kehren.

    Weiter zur nächsten Station (⁨2,3 km⁩): Fahren Sie etwa sechs Kilometer weiter bergauf. Die Ausweichstelle liegt rechts, kurz vor dem Ende der Serpentinen.

  3. Kotor und die Bucht von Kotor von den Serpentinen aus, mit einem Kreuzfahrtschiff im Hafen3
    Station 3nur Text

    Aussichtspunkt über Kotor

    Wenn Platz ist, halten Sie rechts an der Ausweichstelle und stellen Sie den Motor ab. Treten Sie nicht auf die Fahrbahn und achten Sie auf Autos aus den Kurven. Schauen Sie nach Westen, hinunter. Ganz am Ende der Bucht liegt die Altstadt von Kotor, ein Dreieck aus Dächern am Wasser. Darüber ziehen sich die Mauern im Zickzack den Berg hinauf bis zur Festung des heiligen Johannes. Am Ufer nach Norden reiht sich Dobrota, und gegenüber, am anderen Ufer, liegt Prčanj. Der Berg hinter Prčanj ist der Vrmac. Er trennt die Bucht von Kotor von der Bucht von Tivat, die Sie dahinter sehen, breiter und offener. Von hier aus sieht man, warum Kotor über Jahrhunderte so gut geschützt war. Das Meer reicht tief zwischen die Berge, und die Stadt liegt versteckt am äußersten Ende der Bucht, unter der Felswand. Die Natur- und Kulturlandschaft von Kotor steht seit neunzehnhundertneunundsiebzig auf der Welterbeliste der UNESCO. Im Hafen unter Ihnen liegen oft Kreuzfahrtschiffe. Von hier oben wirken sie klein, dabei sind sie mehrere hundert Meter lang. Wenn Sie wieder losfahren, blinken Sie und lassen Sie den Verkehr vorbei. Bis zum Pass Krstac ist es noch etwa ein Kilometer.

    Weiter zur nächsten Station (⁨730 m⁩): Fahren Sie etwa einen Kilometer weiter bergauf bis zum Pass Krstac.

  4. Das alte Gasthaus am Krstac an der Straße nach Cetinje, Foto aus dem späten neunzehnten Jahrhundert4
    Station 4nur Text

    Krstac: die alte Grenze

    Sie sind am Krstac, einem Pass auf neunhundertsiebenunddreißig Metern über dem Meer. Hier enden die Serpentinen, und hier kommt auch der alte Fußpfad aus Kotor heraus. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs verlief hier eine Grenze. Auf der einen Seite lag die Bucht von Kotor, die zu Österreich-Ungarn gehörte. Auf der anderen das Fürstentum, später Königreich Montenegro. Das Bild zu dieser Station zeigt das alte Gasthaus am Krstac im späten neunzehnten Jahrhundert. Hier ruhten Reisende sich und ihre Pferde aus, bevor es hinunter nach Kotor oder weiter nach Cetinje ging. Die Grenze prägte das Leben in diesen Bergen. Kotor war die nächste Stadt und der nächste Markt für Njeguši, lag aber in einem anderen Staat. Deshalb war diese Straße so wichtig. Der Abschnitt von Cetinje bis zum Krstac gilt als die älteste Fahrstraße Montenegros, und sie führte geradewegs zum Meer. Am Krstac gabelt sich die Straße. Wir fahren zuerst nach Njeguši. Die Straße zum Lovćen und zum Mausoleum nehmen wir, wenn wir auf demselben Weg zurückkommen, in etwa einer Stunde.

    Weiter zur nächsten Station (⁨1,8 km⁩): Folgen Sie dem Schild nach Njeguši. Die ersten Häuser des Dorfes kommen nach etwa zwei Kilometern.

  5. Schinken aus Njeguši hängt unter dem Dach einer Räucherkammer5
    Station 5nur Text

    Njeguši: Schinken und Käse

    Sie fahren nach Njeguši hinein. Das Dorf liegt rund um ein steiniges Karstfeld, das die Einheimischen einfach Polje nennen, das Feld. Es besteht aus etwa zehn Weilern mit Häusern aus behauenem Stein. Hier ist die Wiege der Dynastie Petrović Njegoš, die Montenegro bis neunzehnhundertachtzehn regierte. Njeguši hat außerdem fünfzehn Kirchen, viel für ein Dorf. Die meisten Reisenden halten hier aber wegen des Schinkens. Der Njeguški pršut wird nur in diesen Weilern hergestellt. Frische Keulen werden nur von Mitte November bis Mitte Februar angenommen, in den kältesten Monaten. Sie werden mit Meersalz eingerieben und dann gepresst, daher ihre flache Form. Danach werden sie leicht über Buchenholz geräuchert und im Wind getrocknet, der hier mal kalt vom Gebirge, mal wärmer vom Meer kommt. Das Ganze dauert mindestens neun Monate, meist etwa ein Jahr. Der Schinken aus Njeguši war das erste Produkt Montenegros, dessen Herkunft gesetzlich geschützt wurde, schon im Jahr zweitausenddrei. Dazu gibt es Käse aus Njeguši, der in Öl eingelegt wird. Fahren Sie langsam durch das Dorf und halten Sie an einer der Konobas an der Straße. In manchen können Sie auch die Räucherkammer sehen. Wenn Sie weiterfahren, bestellen Sie zum Schinken Wasser und heben Sie den Rakija für den Abend auf.

    Weiter zur nächsten Station (⁨880 m⁩): Fahren Sie etwa einen Kilometer weiter durch das Dorf. Das Geburtshaus von Njegoš liegt rechts, an einem kleinen Parkplatz.

  6. Das Steinhaus in Njeguši, in dem Petar II. Petrović Njegoš geboren wurde6
    Station 6nur Text

    Das Geburtshaus von Njegoš

    Rechts der Straße steht das Steinhaus, in dem achtzehnhundertdreizehn Radivoje Petrović geboren wurde, genannt Rade. Die Welt kennt ihn als Petar den Zweiten Petrović Njegoš. Das Haus ist schlicht: rechteckig, aus Stein, mit einem gewölbten Keller im Erdgeschoss, wie andere alte Häuser in dieser Gegend. Auf der anderen Straßenseite, im selben Hof, steht das Haus von Woiwode Mirko Petrović, dem Vater von König Nikola. König Nikola selbst wurde ebenfalls hier in Njeguši geboren, achtzehnhunderteinundvierzig. Rade war siebzehn, als er achtzehnhundertdreißig, nach dem Tod seines Onkels Petar des Ersten, die Herrschaft übernahm. Er war zugleich Fürstbischof, also Oberhaupt der Kirche, und Herrscher des Landes. Er brachte eine Druckerei nach Cetinje und eröffnete die ersten Schulen. Vor allem aber ist er als Dichter in Erinnerung. Sein Bergkranz, erschienen achtzehnhundertsiebenundvierzig, gehört zu den bedeutendsten Werken der südslawischen Literatur. Er starb mit siebenunddreißig Jahren in Cetinje an Tuberkulose und wollte auf dem Gipfel des Lovćen ruhen. Dorthin fahren wir jetzt. Das Haus gehört zum Nationalmuseum Montenegros, und das Ticket für das Njegoš-Mausoleum schließt es ein.

    Weiter zur nächsten Station (⁨4,4 km⁩): Wenden Sie und fahren Sie denselben Weg zurück zum Krstac, etwa dreieinhalb Kilometer. Dort folgen Sie dem Schild zum Lovćen.

  7. Die Bucht von Tivat und der Vrmac von der Straße zum Lovćen aus7
    Station 7nur Text

    Über der Bucht von Tivat, und die Seilbahn

    Rechts gibt es eine Ausweichstelle mit Aussicht. Wenn sie frei ist, halten Sie dort. Unter Ihnen öffnen sich die Bucht von Tivat und die Stadt Tivat, bei klarem Wetter auch das offene Meer. Etwas weiter, am Kuk, liegt die Bergstation der Seilbahn Kotor–Lovćen, auf tausenddreihundertachtundvierzig Metern. Die Seilbahn wurde zweitausenddreiundzwanzig eröffnet. Von der Talstation Dub bei Kotor fährt sie fast vier Kilometer weit hinauf, in etwa elf Minuten. Wenn Sie ein anderes Mal ohne Auto kommen, ist das der einfachste Weg auf den Lovćen. Diese Hänge waren Front. Im Januar neunzehnhundertsechzehn griff die österreichisch-ungarische Armee die montenegrinischen Stellungen auf dem Lovćen an. Geschütze aus den Festungen rund um die Bucht und von Kriegsschiffen in der Bucht beschossen den Berg tagelang. Innerhalb weniger Tage fielen die Stellungen, und bald darauf marschierten österreichisch-ungarische Truppen in Cetinje ein. Im selben Jahr wurde auch die Kapelle auf dem Jezerski vrh zerstört, in der Njegoš ruhte. Für die Montenegriner war und ist der Lovćen ein Symbol. Genau deshalb war von allen Gipfeln gerade er das Ziel.

    Weiter zur nächsten Station (⁨2,8 km⁩): Fahren Sie auf derselben Straße etwa vier Kilometer weiter bis zur Schranke des Nationalparks in Međuvršje.

  8. Der Jezerski vrh mit dem Njegoš-Mausoleum auf dem Gipfel und die Straße dorthin8
    Station 8nur Text

    Međuvršje: Einfahrt in den Nationalpark Lovćen

    Sie nähern sich der Schranke des Nationalparks Lovćen in Međuvršje. An der Schranke zahlen Sie den Parkeintritt, drei Euro pro Person und Tag. Der Lovćen ist seit neunzehnhundertzweiundfünfzig Nationalpark. Sein höchster Gipfel ist der Štirovnik mit tausendsiebenhundertneunundvierzig Metern. Vor Ihnen liegt der Jezerski vrh, tausendsechshundertsiebenundfünfzig Meter, mit dem Mausoleum ganz oben. An den Hängen wachsen Buchen und Schlangenhautkiefern. Hier ist es oft bis zu zehn Grad kälter als an der Küste, und Nebel kann innerhalb von Minuten aufziehen. Dann schalten Sie das Licht ein, fahren langsamer und überholen nicht. Im Winter liegen auf dem Lovćen Schnee und Eis, und das Mausoleum ist von Mitte November bis Mitte April geschlossen. In der Sommersaison gilt auf dem letzten Abschnitt, vom Parkplatz bis zum Mausoleum, eine besondere Verkehrsregelung. Folgen Sie den Schildern und den Anweisungen vor Ort.

    Weiter zur nächsten Station (⁨1,3 km⁩): Halten Sie sich nach der Schranke rechts, Richtung Mausoleum. Bis zum Parkplatz unter dem Jezerski vrh sind es etwa vier Kilometer, am Ende mit einigen engen Kehren.

  9. Die Treppe zum Tunneleingang unterhalb des Njegoš-Mausoleums9
    Station 9nur Text

    Der Parkplatz und die vierhunderteinundsechzig Stufen

    Sie sind am Parkplatz unter dem Jezerski vrh. Parken Sie, schließen Sie das Auto ab und nehmen Sie eine Jacke und Wasser mit. Vierhunderteinundsechzig Stufen führen hinauf zum Mausoleum. Der größte Teil des Aufstiegs verläuft durch einen Tunnel im Fels, dort ist es auch im Sommer schattig. Steigen Sie in Ihrem eigenen Tempo und machen Sie Pausen, wenn Sie sie brauchen. Für Aufstieg, Besichtigung und Rückweg rechnen Sie mit etwa einer Stunde. Der Aufstieg ist steil und besteht nur aus Stufen, er ist daher nicht für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet. Das Ticket für das Mausoleum kostet acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Schüler und Studierende, Kinder unter zwölf Jahren sind frei. Dasselbe Ticket gilt auch für das Geburtshaus von Njegoš in Njeguši. Das Mausoleum ist von Mitte April bis Mitte November geöffnet, von neun bis achtzehn Uhr. Los geht's. Die nächste Erzählung beginnt oben, auf der Terrasse vor dem Mausoleum.

    Weiter zur nächsten Station (⁨580 m⁩): Steigen Sie die Stufen hinauf und gehen Sie durch den Tunnel bis zur Terrasse vor dem Mausoleum.

  10. Meštrovićs Granitfigur von Njegoš mit Adler unter dem vergoldeten Gewölbe des Mausoleums10
    Station 10nur Text

    Das Njegoš-Mausoleum

    Auf diesem Gipfel ließ Njegoš noch zu Lebzeiten eine kleine Kapelle errichten und wünschte, darin begraben zu werden. Er starb achtzehnhunderteinundfünfzig. Zuerst wurde er im Kloster von Cetinje beigesetzt, achtzehnhundertfünfundfünfzig brachte man ihn hier herauf. Der Gipfel wurde zum Symbol und musste dafür leiden. Neunzehnhundertsechzehn, während der österreichisch-ungarischen Besatzung, wurde die Kapelle zerstört und die sterblichen Überreste von Njegoš nach Cetinje gebracht. Neunzehnhundertfünfundzwanzig kehrten sie in die wiederaufgebaute Kapelle zurück. Neunzehnhunderteinundfünfzig, zum hundertsten Todestag von Njegoš, beschloss die Regierung der damaligen Volksrepublik Montenegro, die Kapelle durch ein Mausoleum nach einem Entwurf des Bildhauers Ivan Meštrović zu ersetzen. Der Abriss der Kapelle stieß auf Proteste der orthodoxen Metropolie und eines Teils der Gläubigen. Eröffnet wurde das Mausoleum neunzehnhundertvierundsiebzig. Am Eingang stehen zwei Montenegrinerinnen aus schwarzem Granit, wie Karyatiden. Drinnen sitzt eine Granitfigur von Njegoš, ebenfalls von Meštrović. Der Dichter hält ein offenes Buch, hinter ihm breitet ein Adler die Flügel aus. Das Gewölbe ist mit einem Mosaik aus etwa zweihunderttausend vergoldeten Steinchen bedeckt. Darunter, in der Krypta, steht ein schlichter Marmorsarkophag mit eingemeißeltem Kreuz und Wappen, Zeichen geistlicher und weltlicher Macht. Wenn Sie herauskommen, gehen Sie den Weg hinter dem Mausoleum bis zur runden Aussichtsplattform. An klaren Tagen überblicken Sie von dort zwei Drittel Montenegros.

    Weiter zur nächsten Station (⁨2,3 km⁩): Gehen Sie dieselben Stufen hinunter zum Parkplatz. Fahren Sie dann zur Kreuzung in Međuvršje und biegen Sie dort links ab, Richtung Ivanova Korita und Cetinje.

  11. Gedenkpark mit Büsten der Herrscher der Dynastie Petrović Njegoš in Ivanova Korita11
    Station 11nur Text

    Ivanova Korita

    Sie fahren durch Ivanova Korita, ein bewaldetes Tal auf etwa tausendzweihundert Metern. Der Name bedeutet Ivans Tröge. Die Überlieferung verbindet ihn mit Ivan Crnojević, dem Herrscher von Zeta im fünfzehnten Jahrhundert und Gründer von Cetinje. Danach floss das Wasser einer nahen Quelle in Tröge aus Buchenstämmen, die Ivan-beg gebaut haben soll, wie das Volk ihn nannte. Heute ist dies das Zentrum des Nationalparks. Links der Straße liegt das Besucherzentrum mit Informationen zu den Wegen und mit Karten. Dazu kommen ein Abenteuerpark, Hotels und Restaurants. Im Park an der Straße stehen Büsten der Herrscher aus der Dynastie Petrović Njegoš, vom Fürstbischof Danilo bis zu König Nikola. Von hier starten die beliebtesten Wanderwege des Lovćen. Im Sommer ist es angenehm kühl, im Winter liegt Ivanova Korita oft unter Schnee. Winterausrüstung ist in Montenegro vom fünfzehnten November bis zum dreißigsten März Pflicht. Bis Cetinje sind es noch etwa fünfzehn Kilometer, überwiegend bergab. Fahren Sie in einem niedrigen Gang und bremsen Sie nicht ständig.

    Weiter zur nächsten Station (⁨7,4 km⁩): Fahren Sie etwa fünfzehn Kilometer bergab bis Cetinje. Folgen Sie am Ortseingang den Schildern ins Zentrum.

  12. Blick auf Cetinje und die umliegenden Hügel12
    Station 12nur Text

    Cetinje: Ende der Fahrt

    Willkommen in Cetinje, der alten Königsstadt Montenegros. Hier endet unsere Fahrt. Die Stadt entstand um das Kloster, das Ivan Crnojević vierzehnhundertvierundachtzig gründete. Unter Fürst und später König Nikola war Cetinje eine Hauptstadt mit Gesandtschaften der europäischen Mächte. Viele ehemalige Botschaftsgebäude stehen noch heute im Zentrum. Parken Sie im Zentrum und gehen Sie zu Fuß weiter. Das Kloster von Cetinje, der Palast von König Nikola und die Biljarda, die Residenz von Njegoš, liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Dafür gibt es bei unseren Audioguides auch einen Stadtrundgang durch Cetinje. Zurück an die Küste kommen Sie auf demselben Weg über Njeguši, wenn die saisonale Regelung auf den Serpentinen es erlaubt, oder schneller über Budva.

Zum Schluss

Abschied

Hier endet unser Audioguide von Kotor nach Cetinje. Sie sind die Straße gefahren, die vor mehr als hundertvierzig Jahren Cetinje zum ersten Mal mit dem Meer verband, sind zu Njegoš auf den Lovćen hinaufgestiegen und in die alte Königsstadt hinuntergefahren. Wenn Sie noch Zeit haben, erkunden Sie Cetinje zu Fuß mit unserer Audiotour. Mehr über den Nationalpark Lovćen, den Schinken aus Njeguši, die Seilbahn Kotor–Lovćen und das Autofahren in Montenegro finden Sie auf der Website von Travel to Montenegro. Fahren Sie vorsichtig, bis der Tag zu Ende ist. Danke, dass Sie mit uns unterwegs waren.

Gut zu wissen

Bevor Sie losgehen

Jedes Wort auch als Text

Die komplette Erzählung jeder Station steht auf dieser Seite und im Player, der gesprochene Satz ist hervorgehoben – für laute Gassen und für gehörlose und schwerhörige Gäste.

Läuft auch bei gesperrtem Bildschirm

Nach dem ersten Tippen auf Play läuft die Erzählung bei ausgeschaltetem Bildschirm weiter; Pause und Weiter über Sperrbildschirm oder Kopfhörer.

Ihr Standort bleibt auf dem Handy

Der Standortmodus ist freiwillig und arbeitet nur, solange diese Seite angezeigt wird. Wir erhalten oder speichern nie, wo Sie sind.

Funktioniert offline

Laden Sie die Tour vorab herunter, dann läuft sie ohne mobile Daten.

Praktische Hinweise

Start: Kotor, Parkplatz an der Altstadt. Die alte Lovćen-Straße beginnt an der Kreuzung Trojica, etwa 5 km von der Stadt (Schilder Cetinje/Lovćen folgen). Ziel: Cetinje, Stadtzentrum. Strecke: etwa 59 km (Kotor – Trojica – Krstac – Njeguši und zurück nach Krstac – Međuvršje – Njegoš-Mausoleum – Ivanova Korita – Cetinje). Etwa 1,5 Stunden reine Fahrzeit, mit Pausen 4–5 Stunden. Fahrzeug: Sie brauchen ein Auto; sonst Taxi oder organisierter Ausflug. Einen Mietwagen können Sie über unsere Buchungsseite reservieren: traveltomontenegro.com/booking/de/vehicles (Ratgeber Mietwagen und Autofahren: /de/reise-planen/car-rental). Straße: schmal, 25 Kehren, stellenweise einspurig mit Steinmauern. Langsam fahren, nie in einer Kurve halten, nur an Ausweichstellen und Parkplätzen anhalten. Im Sommer fahren auch Busse. Saisonale Verkehrsregelung (Anordnung der Polizei für 2026, 25. Mai – 15. Oktober): Krstac → Trojica (bergab Richtung Kotor) für alle Fahrzeuge gesperrt von 8 bis 15 Uhr, Trojica → Krstac (bergauf von Kotor) von 14 bis 19 Uhr; Lkw über 7,5 t von 7 bis 24 Uhr verboten; Einschränkungen auch auf dem Abschnitt Međuvršje – Mausoleum. Fahren Sie morgens von Kotor hinauf und prüfen Sie die Regelung für das laufende Jahr. Tickets (2026): Nationalpark Lovćen 3 € pro Person und Tag, zu zahlen an der Schranke in Međuvršje. Njegoš-Mausoleum 8 € (Schüler und Studierende 4 €, Kinder unter 12 frei), inklusive Geburtshaus von Njegoš in Njeguši. Das Mausoleum ist vom 15. April bis 15. November geöffnet, 9–18 Uhr (Nationalmuseum Montenegros). Barrierefreiheit: Zum Mausoleum führen 461 Stufen, größtenteils durch einen Tunnel; nicht rollstuhl- oder kinderwagengerecht. Die übrigen Stationen liegen an der Straße oder an Parkplätzen. Wetter: Auf dem Lovćen kann es bis zu 10 °C kälter sein als an der Küste, Nebel ist häufig. Im Winter Schnee und Eis; Winterausrüstung ist vom 15. November bis 30. März Pflicht; das Mausoleum ist im Winter geschlossen. Straßenzustand beim Automobilclub AMSCG prüfen. Beste Zeit: Mai bis Oktober, morgens losfahren (Verkehrsregelung, Andrang, bessere Sicht). Zurück an die Küste: auf demselben Weg über Njeguši (wenn die Regelung es erlaubt) oder über Budva. Zu Fuß weiter: der Audiospaziergang durch Cetinje, Start am Hofplatz (Dvorski trg): traveltomontenegro.com/de/audioguides/cetinje-alte-koenigsstadt-audio-spaziergang

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